Dada

Hallo liebe Leserinnen,
morgen fahre ich zehn Tage in Urlaub.
Und bevor ich in den Zug steigen, möchte ich hier noch etwas schreiben – etwas Weises, Kluges oder Lustiges, naja, irgendetwas Gutes halt!

Kommt aber nichts.
Na gut,
Ah, da hat sich auch der Vogelfisch draufgemogelt. Ist wohl eher ein Mogelfisch.

Und… was hast du in der Tasche?
Ich freue mich auf Bilder und Geschichten!

 

A propos Geschichten: am 23.-25. Februar 2018 gebe ich wieder ein Schreibwochenende in Lindau am Bodensee.
Mehr hier https://www.cbolam.com/worte/

Kreativ Manifestieren

Immer im August kaufe ich mir einen Terminplan für das nächste Jahr und beginne meine kommenden Kurse zu planen. So auch jetzt.

Und so sitze ich vor meinen Zettelbergen und Notizen mit wunderbaren Ideen für spannende Kurse, neue Projekte, Bücher, Filme, CDs, Online-Chats, Webinars und Netzwerke, die mir und meinen Fähigkeiten total entsprechen, und die mich glücklich machen würden. Und nicht nur das: Es gibt eine ganze Menge kreativer Leute, die genau diese Kurse, Bücher, Filme, Netzwerke immens begrüßen würden und von ihnen profitieren könnten…

Doch ich kann nicht einfach loslegen und den Terminplan füllen wie noch vor einigen Jahren. Nein – ich muss schließlich auf meine Oma Rücksicht nehmen!

Denn die Crux ist: In mir wirkt zwar immer noch die endlos kreative junge Frau, die ich mit 35 war, und die mich mit ihren Ideen, Inspiration, Visionen und Träumen so sehr begeistert und beglückt. Ohne sie gäbe es meine Bücher nicht, meine Kurse nicht, mein sich ständig neu entwickelndes Leben mit seinen wachsenden Erkenntnissen nicht.

Aber diese begeisterte, inspirierte junge Frau kann nicht länger einfach alle Kurse planen, auf die sie Lust hat.
Sie muss sich neuerdings bremsen, muss achtsam, langsam, meditativ gehen, muss genauer hinspüren, atmen, reflektieren (was für eine Chance!).
Denn sie hat ja schließlich einen 70-jährigen Körper dabei, auf den sie Rücksicht nehmen muss!

Also will ich Kurse planen, die beiden gerecht werden:
Kurse, die Spaß machen und viele der neuen Ideen und Visionen umsetzen. Und die gleichzeitig meinen Körper schonen, weil sie weniger physischen Einsatz von mir brauchen.

Mit anderen Worten, es geht mal wieder um die Quadratur des Kreises – und das begeistert mich ehrlich gesagt sehr!

Diese Unmöglichkeiten, diese ungelösten Knoten sind in meiner Sicht ein wunderbarer Aspekt kreative Prozesse. Oder anders gesagt: Jedes wirklich kreative Projekt ist immer eine Art Krimi, ein Koan, eine harte Nuss, die man knacken muss, ohne zu wissen, wie – und je öfter man sich darauf einlässt, desto mehr Spaß macht es!

Da ist zuerst die Vision, der Traum, die Vorstellung,
dann die Erkenntnis, dass man keine Ahnung hat, wie man sie erreichen soll,
und dann die Herausforderung, es trotzdem zu versuchen (mit geschickten Mitteln und Erkenntnissen, die wir z.B. beim Intuitiven Malen erwerben).

Diese Art des Manifestierens ist mir inzwischen so selbstverständlich, dass ich ganz vergessen hatte, was für eine tolle Fähigkeit sie ist. Eine Fähigkeit, die ich über die Jahre entwickelt habe, und die jeder lernen kann – und sollte!

Und so notiere ich, dass einer der ersten Kurse, die ich im neuen Jahr anbieten werde, die „Kunst der Kreativen Manifestation“ vermitteln wird.
Weitere Neuerungen (z.B: eine Art Meisterkurs nach dem Baukastenprinzip) werden dazukommen, und in meinem nächsten Beitrag werde ich sie hier alle vorstellen.

Bis dahin viel Mut zum Knacken der unmöglichen Nüsse, die euch das Leben so hinwirft! Sie haben ja letztlich alle einen süßen Kern, wie wir wissen… auch wenn es zuerst oft nicht so scheint!

Das kleine Um-Zu

Wieder mal die Sonne, Wind, ein milder Sommermorgen. Ich sitze auf meinem Balkon zwischen grünen Blättern, schließe halb die Augen, spüre meinen Atem, spüre mich selbst, spüre den Wind, erlaube mir Ja zu sagen zu allem, was ist. Innen und außen. Das ist meine derzeitige Lieblingsmeditation, und ich habe eine halbe Stunde Zeit dafür.

Heute ist einer der Tage, an denen Leichtigkeit, Freude, Wunder in mir auftauchen (das ist nicht immer so), und ich fühle mich eins mit der Luft, der Sonne, der kleinen dicken Hummel auf einer frisch geöffneten Blüte. Da blicke ich in einem Moment der Achtlosigkeit auf die Uhr und denke: Oh, toll, nur noch 7 Minuten, dann habe ich es geschafft.

Geschafft? Was soll das denn heißen? Hier fühle ich mich schon ganz wunderbar – und giere trotzdem aus alter Gewohnheit danach, dass endlich das Nächste (in diesem Fall ein paar Jobs am Computer) kommt. Das Streben nach dem Traum, dem Besseren, dem Zukünftigen in all seiner Absurdität!

Also kurz innehalten, spüren, atmen, Ja sagen. Beobachten, wie sich das Um-Zu in die Gegenwart auflöst. Und diese kleine Übung auch später immer mal am Computer machen. Und jetzt, während ich dies schreibe.

(Auch beim Malen eine der besten Ressourcen!)

(Bild: Paro)