Einfach Malen

Ausweichen vor dem Malen ist – das merke ich heute – ein Ausweichen vor mir selbst.
Nehme ich dann den Pinsel, mische die passende Farbe, finde den Punkt, wo meine malende Hand mit dem Pinsel mit der Farbe dem Papier begegnen soll, findet eine innige Begegnung statt.
Selbst wenn die “Malsitzung” nur zehn Minuten dauert.

Das weiß ich schon lange – aber habe ich es genutzt? Täglich gemalt oder wenigstens einmal die Woche?

Seit 2 Monaten schreibe ich an meinem neuen Buch. Das hat mich so im Griff, dass das Malen immer wie Zeitverschwendung wirkt. Und obwohl ich weiß, dass es das nicht ist (an jedem Tag verschwende ich mindestens 10 Mal die Zeit, und das fühlt sich anders an als Malen!), mache ich seit Wochen einen großen Bogen um meinen Malplatz.

Genau darüber schreibe ich (unter anderem) in meinem Buch, und ich frage mich, was es wohl ist, was irgendwann den Schalter umlegt und mich vor die Malwand stellt, Pinsel in der Hand… Glücksgefühle im Herzen… so wie heute.

Freue mich über Feedback oder Mails über eure Erfahrungen! Und jetzt wieder zurück zum Buch – das ist auch eine bewegende kreative Reise!

Comments

  1. Kerstin says:

    Oh ja – so vertraut – die Frage danach: was hindert mich. Eine typische Coaching-Frage. Gerne auch so lange wiederholt, bis ich mich nicht mehr mit wortakrobatischen Vermeidungsstrategien rausreden kann. Sich dem zu stellen, der Hinderung. Sie zu erkennen, zu entlarven, zu benennen – großes Juju, große Magie. Wenn es dann noch klappt, die anderen tatsächlichen Zeitfresser zu entlarven – Königsklasse. …. eigentlich wollte ich heute abend nähen.