A room of one’s own 1

In ihrem Essay aus dem Jahr 1929 “A room of one’s own” (dt. Ein Zimmer für sich allein) schreibt die englische Autorin Virginia Woolf, wie wichtig es ist, zum Schreiben und kreativen Tun ein eigenes Zimmer zu haben – einen Rückzugsraum, in dem man ungestört schaffen kann.

Die Vorstellung eines eigenen Raumes beschäftigt auch mich immer wieder, und heute (und in den nächsten Blog-Beiträgen) möchte ich mit euch teilen, wie sich der Begriff im Laufe der Jahre für mich gewandelt hat und wie er uns beim Intuitiven Malen und Kreativen Schreiben unterstützen kann.

 

IMG_3445DREI RÄUME FÜR KREATIVITÄT

Eigentlich gibt es drei Räume, die für unsere Kreativität wichtig sind. Beim Malen sind das:

1 – Der Malplatz oder Raum, in dem wir unseren Malplatz einrichten. Unser Malplatz selbst.

2 – Der Raum, den wir der Abenteuerreise des Intuitiven Malens in unserem Leben geben. Das heißt, die Zeit, die wir uns nehmen.

3 – Der innere Raum, unsere innere Zauberwelt, die wir beim Intuitiven Malen wiederfinden wollen.

 

Bild von Toshi aus Lindau

 

1 – DER ÄUSSERE RAUM

Meine Kursteilnehmer und Blog-Leserinnen scheinen 1000 kreative Ideen zu haben, wie sie sich einen Platz für das Malen schaffen können. Selbst in der kleinsten, vollsten Wohnung, selbst auf Reisen in einem winzigen Hotelzimmer, selbst mitten im dicksten Familienchaos mit kleinen Kindern finden sie irgendwann einen passenden Platz.

Vorbedingung: Du musst es wollen! Das heißt:

Du lässt dich nicht mehr bedingungslos von den Einwänden des inneren Kritikers gängeln.
Du verstehst intuitiv, dass es sich lohnt, deiner Kreativität zu dienen.
Du bist dazu bereit, dich selbst wichtig zu nehmen.
Du spürst oder erinnerst dich an die schöpferische Zauberwelt, die sich öffnet, wenn du nicht aufgibst.

In den letzten Beiträgen gab es Fotos von verschiedenen Malplätzen, die mir Leserinnen dieses Blogs geschickt hatten. Ich finde solche Bilder immens anregend – und du vielleicht auch!
Hier ein weiteres Foto:

IMG-20161230-WA0006

Es ist von Julia aus Wien.

Und falls du etwas zu unserer Sammlung beitragen möchtest – ganz gleich, wie klein, “unordentlich” oder behelfsmäßig du deinenMalplatz findest – schick mir doch bitte ein Foto. Und schreibe dazu, ob ich es mit deinem Namen veröffentlichen darf oder lieber ohne.

Lass uns an deinem permanenten – oder praktisch auf- und wieder abbaubaren – Malplatz teilhaben!

Ich bin mir sicher, das wird viele andere Leser anregen, den ersten Schritt zu tun und einen eigenen Mal- oder Kreativplatz zu planen und umzusetzen:

Einen Malplatz
oder einen Schreibplatz,
aber auf jeden Fall
einen Platz, an dem deine innere kreative Zauberwelt willkommen ist!

 

Der nächste Beitrag folgt in wenigen Tagen.
Dann werde ich über den zweiten “Room of one’s own” schreiben – und falls du zum Thema “sich Zeit nehmen für Kreativität” irgendetwas zu erzählen hast, schick mir doch kurz eine Mail!
Bitte auch hinzufügen, ob ich deine Worte hier veröffentlichen und evtl. kürzen darf. Und ob dein Name drunter stehen darf!

 

DIENSTAG-MALEN

Am Dienstag, 17.01.17 ist wieder virtueller Malabend!
Ich male hier ca. ab 17:00 Uhr, vielleicht auch später. Klinkst du dich in das gemeinsame Energiefeld ein? Und wenn du magst: Schreibst du mir hinterher, wie es war? Vielleicht auch in Bezug auf Raum 1, Raum 2, Raum 3?

Hier ein berührender und anregender Bericht von Edeltraud aus Salzburg:

Edeltraud

so langsam ebbt die Grippewelle ab und ich lüfte schon meine Bettdecke.
Ja es war eine heftige Welle, reinigend und schmerzvoll.
Doch da war auch die wundervolle Erfahrung von tiefem Mitgefühl und Zärtlichkeit in mir, die die Welle sanft ausklingen ließ.
Bei mir zu sein und spüren, was die Welle mit sich brachte, die tiefen Gefühle die ausgelöst wurden- die Einsamkeit und Wut, meine Ungeduld mit mir und dem Leben, das Nein, ich will nicht.
Und dann sein lassen, da sein lassen, kann ja eh nix ändern. Bin jetzt einfach einmal blöd krank, alles tut weh.
Da kam es wieder, dieses bedingungslose ja, das wie eine Welle hinter der Welle alles umarmte und heilsam durchdrang.
Ich begann zu malen, nahm einfach meinen Malkasten und überließ mich der Intuition.
Malen, ja malen ist schön, manchmal schöner als alles. Da gibt es keine Bedingungen, da darf ich einfach sein. Das habe ich gelernt, erfahren, meine Schutzzone im täglichen Leben.
Da lasse ich mich in Ruh, da darf alles mitmalen, was gerade da ist in mir.
Fühlend malen und sich nirgends festhalten, wandeln und mich mitnehmen lassen im Fluss des Geschehens.
Die heilsamen Kräfte, die tief in mir wirken und meine Seele berühren.

Ich darf erfahren was ich mir in mir so sehr wünsche. Es zu Wort bringen, ausdrücken, endlich darf es gesagt werden, gemalt werden.
Dieses Bild, das dazu entstanden ist, schick ich dir.

20170105_201345

Bild von Edeltraud aus Salzburg

 

 

 

 

 

 

 

NEUE MALKURSE 

Und für alle, die gerne erleben möchten, wie es ist, in Gemeinschaft zu malen – angeleitet und begleitet von mir – gibt es bald zwei Kurse zum Thema Achtsamkeit, Selbstliebe, Intuitives Malen.
In beiden sind noch Plätze frei!

Liebe zum Sein
02.-05. März 2017 in Bernau am Chiemsee (weitere Infos hier)

Der schöpferische Fluss
27. April – 01. Mai 2017 in Bernau (weitere Infos hier)
Treffen wir uns in der Zauberwelt der Kreativität!
Ich freue mich auf dich…

 

Paro 

IMG-20161230-WA0005Bild von Julia aus Wien